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Transport der weltgrößten Gasturbine nach Irsching

Auf seiner 4-tägigen Reise musste der Transport mit einem Gesamtgewicht von 750 Tonnen Steigungen von bis zu 9% überwinden. Dazu wurde eine 30-achsige Schwerlastkombination mit eingebautem Selbstfahrer eingesetzt.


Um die größte und leistungsstärkste Gasturbine der Welt von Berlin in das bayrische Irsching zu schaffen, bedarf es schon einer logistischen Meisterleistung. Die Transportvereinigung “Multilift" wurde federführend mit dem Transport der gesamten Komponenten für das Kraftwerk in Irsching beauftragt. Voraussetzung war jedoch, dass das schwerste Transportgut - eine Gasturbine mit fast 6 m Breite - genügend Auflagefläche haben sollte sowie eine gewisse Achslast nicht überschritten werden durfte. Für zwei nebeneinander gekuppelte Schwerlastmodule war der genehmigte Streckenverlauf jedoch zu schmal.

P. Adams, ein Mitglied der Multiliftgruppe, verfügt über so genannte “Splitachsen". Der Vorteil dieser Splitkombination besteht darin, dass die Fahrwerksmodule auch in ihrer Längsachse teilbar sind. So entsteht eine Plattform mit drei nebeneinander angeordneten Pendelachsen und einer Fahrzeugbreite von 4.900 mm. Damit konnten alle Anforderungen der Genehmigung ohne Probleme eingehalten werden.

Der erste Streckenabschnitt erfolgte auf einem Binnenschiff-Schubverband bis in den Güterhafen von Kelheim/Saal. Hier wurde die knapp 500 Tonnen schwere Gasturbine auf das bereitgestellte 30-achsige Schwerlastmodulsystem verladen.

Da aufgrund des Gesamtzuggewichtes von ca. 750 Tonnen sowie der Gesamthöhe von ca. 7 m weder Bundesstraßen noch Autobahnen befahren werden konnten, kämpfte sich der Transport über Landstraßen entlang der Donau. Die erste Etappe erfolgte in der Nacht, da nur dort ein längeres Zeitfenster zur Verfügung stand, um zwei Bahnübergange zu überqueren. Hierbei musste der Strom abgestellt werden, um die Oberleitungen zu trennen.

Die nächsten Transportabschnitte erfolgten dann am Tag. Hierbei sollte bereits am ersten Tag einer der schwierigsten Teile, eine Bergfahrt mit ca. 5,5 km Länge stattfinden; Besonderheit war dabei ein Teilstück von 1,5 km Länge und einer Steigung von 9%. Um diese Steigung zu bewältigen entschied sich das Transportteam von Adams, zur Unterstützung der beiden 600 PS starken Zug- und Schubmaschinen ein selbstfahrendes Schwerlastmodul mit Powerpack in die 30-achsige Kombination zu integrieren. Die nächsten Etappen erfolgten alle wiederum bei Tag.

Termingerecht, innerhalb 4 Tagen erreichte der Konvoi das Kraftwerk in Irsching bei Ingolstadt.



Bericht des Transportes
Artikel Schwertransportmagazin